Gedankenwelt

Umzugsgeschichten Teil 1- Wenn man Dinge verschenkt

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Wir haben bereits mit Packen und Ausmisten angefangen. Verkaufen ein bisschen, verschenken ganz viel. Es ist eine nicht zu unterschätzende Arbeit, alles abzufotografieren und auf eBay Kleinanzeigen oder auf nebenan.de einzustellen. Und dann noch die Konversationen alle zu führen plus Termine zur Abholung auszumachen. Manchmal stellen wir daher auch einen Karton mit den zu verschenkenden Dingen vor das Haus. Es wird sich auch immer fleißig daran bedient. 

Was wir nicht einfach so vor die Straße stellen konnten, war unser Kleiderschrank. Verschenken wollten wir ihn auf jeden Fall oder so haben wir auch den Schrank online eingestellt. Tatsächlich fand sich jemand, der ihn haben wollte. Und so leerten wir den Schrank in kürzester Zeit. Mussten Platz finden für unsere Kleidung und freuten uns, dass wirklich jemand kommen und ihn abbauen wollte. 12 Uhr war ausgemacht. Kurz nach 12 fragten wir nach. “Mein Mann hat den Termin vergessen.” Aha. “Kann ich um 15 Uhr kommen?” - “Uns wäre 14 Uhr lieber.” “Ok. Ich komme um 14 Uhr. Vielen Dank.” “Haben Sie Werkzeug dabei?” “Ja, ich abbauen. Danke.” Und dann wart die Person nie wieder gesehen. Also, nicht mehr im Chat und in real sowieso nicht. Wir haben noch vier weitere Nachrichten gesendet. Es kam nie eine Antwort. Um 16 Uhr haben wir den Schrank wieder freigegeben. 

Heute sind 2 sehr sympathische Personen gekommen und haben den Schrank in einer knappen halben Stunden abgebaut und mitgenommen. Und sich hinterher per Chat nochmals ganz lieb bedankt.

Es ging uns mit zwei drei anderen Sachen übrigens genauso. Dass irgendwann die Konversation einfach abgebrochen ist und man nichts mehr gehört hat. Aber ich sag mir immer, irgendwer wird sich auf jeden darüber freuen…

Hachja, es gibt solche und solche Menschen. Aber meistens passiert diese Art der Unzuverlässigkeit ja dann doch, wenn Dinge kostenlos angeboten werden. Hast du das auch schon festgestellt?

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