Im Internet findest du sicher eine genaue Definition dafür. In der Soziologie, Psychologie, Neurodivergenz oder in anderen Bereichen. 

Ich, für mich, habe mir meine ganz eigene Definition von Safespace geschaffen. Mein persönlicher Schutzraum, den ich brauche, wenn es mir schlecht geht. Wenn ich einen Anflug von Panik verspüre. Damit ich weiß, wohin ich mich zurückziehen kann. Um geschützt zu sein. Geborgen vor zu viel Licht, zu vielen Geräuschen und anderen Reizen, die auf mich einprasseln. Ich habe mir Orte und Möglichkeiten geschaffen, um mit Reizüberflutung und aufkommender Angst umgehen zu können. Und auch, wenn ich in der Zwischenzeit weitestgehend frei bin von Ängsten, finde ich es dennoch wichtig, im Hinterkopf immer meinen Safespace zu wissen. Das ist meine Sicherheit. Für den Fall der Fälle. Ich denke zwar immer weniger, an “was wäre, wenn”. Einen Safespace zu haben, schadet aber nicht. Selbst, wenn ich irgendwann komplett ohne Ängste durchs Leben gehe. Dass ich Reize weniger gut filtrieren kann, als andere Menschen, wird mich immer begleiten. 

Mein Safespace ist nicht nur ein Ort. Es sind mehrere Orte, erlernte Techniken und meine kleine Familie. Seit einem Jahr beschäftige ich mich nun intensiv damit. Ich habe in einer Therapie (danke, Uli) und mit viel Selbstrecherche und Weiterbildung meinen Weg gefunden.

Ich denke, jeder Mensch benötigt einen Safespace. Jeweils auf die Bedürfnisse der einzelnen Person zugeschnitten. 

Hast du einen Safespace?

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