Gedankenwelt

Mein Abnehm-Weg Teil 3

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Die nächsten Monate machte ich mir um mein Gewicht keine großen Gedanken. Andere Dinge hatten Priorität. Als mein Kind 10 Monate als war, beschloss ich, dass sich etwas ändern muss in meinem Leben. Zufälligerweise dann fast zeitgleich begann ich im Januar 2019 mit einer Therapie, um die traumatische Geburt zu verarbeiten, und startete meinen Abnehmweg, der bis heute geht. Nie hätte ich damals gedacht, wie weit ich es mal schaffen würde. Angetrieben von dem Gedanken an ein zweites Kind und dass ich nicht mir die Schuld geben möchte, sollte in der Schwangerschaft wieder etwas schief laufen, wollte ich es wenigstens versuchen abzunehmen und auf einen halbwegs annehmbaren BMI und raus aus dem Adipositas-Bereich zu kommen. Definitiv wollte ich nicht mehr mit einem Übergewicht in eine Schwangerschaft starten. 

Ich begann damit meinen Süßigkeitenkonsum zu reduzieren bzw. gar keine Süßwaren mehr daheim zu haben. Mit einem Mann, der leidenschaftlich gerne isst und immer wieder gerne neue Lebensmittel probiert und auch nicht einfach so am Süßigkeiten-Regal vorbeigehen kann, ist das echt schwer. Schnell war der Einbauschrank direkt unter der Küchendecke, zu dem ich nur über umständliches Klettern gelange, zu seinem Lager auserkoren worden. Tatsächlich vergaß ich ab und an sogar diesen Schrank und kletterte nur im äußersten Notfall dort hinauf. Immer mehr achtete ich aufs Essen und begann noch mehr Gemüse zu kochen. Motiviert hat mich zusätzlich mein Kind, das ja auch so langsam mit der Beikost angefangen hatte und dem ich ein gutes Vorbild sein wollte. Außerdem wollte ich sichergehen, dass immer gesundes Essen für uns auf dem Tisch steht. Ab und zu ging ich zusätzlich spazieren. Aber nicht so, dass es erwähnenswert wäre. Erst im Spätsommer 2019 begann ich, immer mehr Laufeinheiten (Walken, schnelles Gehen, sowas in die Richtung, total unprofessionell, ohne extra Sportklamotten, ohne Stöcke) pro Woche unterzubringen. Die ersten Kilos purzelten schnell und auch mein Hausarzt war begeistert. Ich wagte es kaum, mich richtig zu freuen - nahm ich doch früher auch schon hin und wieder 3-4 kg ab und auch schnell wieder zu. Doch seltsamerweise gab es diesmal kein Zurück. Es ging immer so weiter. 

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