Und dann liegst du da … wie ein hilfloses kleines Würmchen … seit 2 Stunden fieberst du ganz plötzlich. Ohne große Ankündigung. Als wir unsere Runde draußen machten, hast du schon gesagt, dass es dir nicht gut ginge und du nach Hause möchtest. Doch wir waren erst eine halbe Stunde draußen. Ich war unsicher, was ich davon halten sollte. Zur Zeit testet du deine Entscheidungsfähigkeit. Da sagst du, du willst heim und wenn wir auf dem Heimweg sind, sagst du “ich wollte nicht heim”. So geht das in vielen Situationen. Und so konnte ich die Lage schlecht einschätzen und bestand darauf, dass wir noch ein bisschen draußen blieben. Vielleicht hätte mich der Satz “Mir geht es nicht gut.” stutzig machen sollen. Oder dass du auf meinem Schoß saßt und mit mir gekuschelt hast und zu nichts Lust hattest. Aber man ist halt immer hinterher schlauer. So begaben wir uns bald auf den Nachhauseweg. Daheim hast du dich zurückgezogen und ich nutze die freie Zeit, um auszumisten und das Mittagessen zu kochen. Kurz wunderte ich mich, nichts von dir zu hören, doch dann beschloss ich, die Zeit einfach zu genießen. Irgendwann kamst du verzweifelt und jammernd zu mir und mein Bauchgefühl sagt mir nichts gutes. Du hattest die Befürchtung, dass ich ohne dich zu Mittag gegessen hatte und sagtest “Ich wollte doch mit dir essen”. Doch ich merkte schnell, dass das nicht dein eigentliches Problem war und schon kurze Zeit später kuschelten wir auf dem Bett bis du vor Erschöpfung eingeschlafen bist. Und so verbrachten wir den Nachmittag mit viel Schlaf und Verpflegung in jeglicher Form bis du abends wieder fitter warst. Zum Glück. Denn dein Anblick hat mir echt Sorgen bereitet. Es ist schlimm, dich so zu sehen, weil ich dich anders kenne. Und es ist schlimm, wenn man sich hilflos fühlt und nicht weiß, was dir eigentlich fehlt. Und als ich dir sage, dass ich immer für dich da bin und “Ich bin auch immer für dich da, Mama” antwortest, schießen mir Tränen in die Augen. Du wunderbarer Mensch, ich wünsche dir eine baldige gute Besserung!

Kommentare