Ein Jahr Arbeit liegt hinter mir. Arbeit an mir selbst. Meinem Inneren. Meiner psychischen Gesundheit. Nachdem davor 3 Jahre lang mein Fokus auf meinem Äußeren lag, meldete sich meine Psyche mit aller Heftigkeit und verlangte meine volle Aufmerksamkeit. 

Nach diversen einschneidenden Ereignissen im Laufe des Jahres 2021, wurde ich - im wahrsten Sinne des Wortes - im November 2021 aus der Bahn geworfen. Starke Schwindelanfälle. Unsicherer Gang. Herzrasen. Keine Kontrolle mehr über meinen Körper. Stattdessen durchflutete mich Panik. Ich fühlte mich ohnmächtig und befürchtete, nie wieder ein normales Leben führen zu können. 2 Monate hielt dieser akute Zustand an. In dieser Zeit bekam ich die Diagnose “generalisierte Angststörung”. 

Ich ging tagelang nicht vor die Tür. Weder mit Begleitung noch ohne. 

Aber so konnte es doch nicht weitergehen. 

Ich wollte aus diesem Loch raus. Wieder leben. Selbstständig sein. Allein spazieren gehen können. Mit meinem Sohn auf den Spielplatz gehen. 

In dieser Zeit las ich viel zum Thema Ängste und Panikattacken, hörte Podcasts und meditierte und kämpfte mich so wieder an die Oberfläche. Gleichzeitig war mir klar, dass ich nicht um eine Therapie herumkam. Ich wollte auch gerne Hilfe annehmen. Mit professioneller Unterstützung an mir arbeiten. Eine von der Krankenkasse bezahlte Therapie gestaltete sich aus verschiedenen Gründen schwierig - ich sag nur monatelange Wartezeit, geschweige denn die schier unmögliche Erreichbarkeit der Therapeuten. Schließlich landete ich bei einer lieben, einfühlsamen und super kompetenten Kunsttherapeutin. Bis zu unserem Umzug war ich bei ihr, fand viel über mich selbst heraus und fand Schritt für Schritt aus der Angst raus. 

Heute - ein Jahr nach meiner schlimmsten Phase - bin ich nicht komplett angstfrei. Aber ich arbeite weiter mit ihr zusammen und habe schon enorme Erfolge hinter mir.

Ich bin froh über die Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse im vergangenen Jahr. 

Kommentare