Man denkt es sei so einfach. Übe dich in Annahme! Dinge, die du nicht ändern kannst, solltest du einfach annehmen. Damit lebt es sich leichter. Reg dich nicht so schnell auf, du hast ja doch keinen Einfluss darauf. Schone deine Nerven. Es ist stressfreier, wenn du Dinge nimmst wie sie sind und einfach mal sein lässt.

Ein paar Floskeln. So einfach gesagt. Woher soll man wissen, wann es sich lohnt aufzuregen und wann nicht? Meistens weiß man das hinterher…Und oft schon dachte ich: So bin ich halt. Rege mich halt über das ein oder andere schnell auf. Manche Dinge SIND aber auch ärgerlich!

Nicht zuletzt kommt das Thema der Annahme, Akzeptanz und auch Toleranz (!) auch in Bezug auf Beziehungen vor. In einer Partnerschaft oder in der Eltern-Kind-Beziehung. Wie oft denken wir: JETZT sollte Zähne geputzt werden! (gibt es eventuell auch einen anderen Zeitpunkt mit dem du leben kannst?). JETZT ist Schlafenszeit! (ist dein Kind noch gar nicht müde, ist das echt Mist. Wenn du das Bedürfnis nach Ruhe hast, dann kommunizieren…und nicht zum Schlafen gehen drängeln…das gibt nur Stress auf beiden Seiten, und umso weniger kannst du deine “Allein-Zeit” genießen.) Warum zieht das Kind keine Jacke an?! (anderes Kälteempfinden? In der Wohnung noch warm, kann sich nicht vorstellen, dass es draußen kalt ist? Einfach Jacke mitnehmen). Warum möchte der Partner was anderes essen? (einfach essen und essen lassen).

Ich hab lange Zeit geübt und kann nun von mir behaupten, dass es klappt. Ja, wirklich. Ich kann es selbst kaum glauben. Aber immer öfter merke ich in der Situation oder danach, dass ich voll gelassen war und mir xy gar nichts ausgemacht hat. Es ist schön, dieses Gefühl von Seelenfrieden zu haben. Verschiedene Ereignisse haben mich so werden lassen. Und viel Übung.

Das letzte Mal verärgert war ich übrigens heute morgen. Weil ich gestern Abend noch einen “Zu-verschenken-Karton” vors Haus gestellt habe und heute Nacht hat es schön geregnet. Ich habe meine Gefühle rausgelassen: “Das ist so ärgerlich, dass jetzt alles nass ist!”. Und damit wars wieder gut für mich. Und siehe da, als ich später daran vorbeilief, war das meiste schon abgeholt. Sogar ein Buch, bei dem ich dachte, es sei der Nässe zum Opfer gefallen…

Musst du dich noch viel in Annahme üben? Oder fällt es dir leicht, Dinge manchmal zu akzeptieren, wie sie sind? Anzunehmen, dass das Kind oder der Partner xy macht, obwohl du es doof findest? Meistens ist es dann unser Problem, nicht das des Gegenüber! Hast du schon mal reflektiert? Gemerkt, wie gelassen du geworden bist und wie es dir und deinem Seelenfrieden guttut?

 

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